hi-Call: iPhone-Telefonie mit warmen Fingern

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Bestimmt ärgern Sie sich auch oft im Winter darüber, dass Ihr iPhone einen Touchscreen hat. Uns geht es jedenfalls so, denn immer wenn wir Anrufe tätigen wollen, müssen wir dazu die Handschuhe ausziehen. Beim Wischen über das Display gibt’s da sehr schnell kalte Finger. Die Italienische Designfirma hi-Fun hat jetzt aber ein Mittel gegen kalte Finger auf den Markt gebracht. Telefonierhandschuhe.

Eisige Finger und das iPhone – das ist keine schöne und vor allem keine praktische Sache. Das Tippen fällt schwer und auch ansonsten ist es wirklich unpraktisch. Aus dem Hause hi-Fun kommt zum Glück Abhilfe: Telefonierhandschuhe. Kann das funktionieren? Ja, es funktioniert! „hi-Call“ heißt das Produkt aus dem Mittelmeerstaat und hilft Ihnen, das iPhone bei Frost zu bedienen. Die Idee ist ebenso simpel wie clever. Die Handschuhe beinhalten eine Freisprecheinrichtung. Außerdem wurde jeweils an Daumen und Zeigefinger spezielles Material verwendet, das es ermöglicht, Touchscreens mit den Handschuhen zu bedienen.

Die Freisprecheinrichtung ist der Aspekt, der uns am meisten überzeugte. Deswegen wollen wir Ihnen kurz mit warm-kribbelnden Fingern erläutern, wie das funktioniert: Im Bund der linken Hand befindet sich ein Bluetoothempfänger. Batterien braucht der keine, denn der integrierte Akku kann einfach mit einem Mini-USB-Kabel wieder aufgeladen werden; das Kabel ist im Lieferumfang inbegriffen. An der linken Hand ist es dann auch möglich, Gespräche entgegen zu nehmen oder abzuweisen. Die rechte Hand dient lediglich der Bedienung des Smartphones. Am spannendsten sind Mikrofon und Lautsprecher untergebracht; Diese befinden sich im Daumen und im kleinen Finger der linken Hand. Bekommt man einen Anruf kann man ganz einfach telefonieren, indem man seinen linken Handschuh ans Ohr führt, den Daumen ans Ohr hält und in den kleinen Finger spricht.

Fazit:

Die „hi-Call“ Handschuhe sind – es fällt schwer, dabei gelassen zu bleiben – der Wahnsinn. Die Gesprächsqualität hat uns stark beeindruckt – obwohl wir zu Beginn extrem skeptisch waren. Ein kleiner Wermutstropfen ist die direkte Bedienbarkeit des Smartphones mit den Handschuhen. Zwar reagieren Touchscreens mit dem besonderen Material, aber in unserem Praxistest war die Bedienung nicht sonderlich präzise. Trotz allem technischen Schnickschnack sind die Handschuhe auch noch in Ihrer Urform verwendbar: Zum Warmhalten der Hände. Die warmen Finger, die reibungslose Telefonie und die Bedienung der Geräte lässt für uns dann lediglich ein Urteil zu: Die „hi-Call“ müssen unter unseren Weihnachtsbaum.

Hier gibt es die „hi-Call“ Handschuhe zu kaufen.

2 Kommentare

  1. Eigentlich eine schöne Idee, ich hätte mir aber einen ausführlicheren Testbericht gewünscht. Für mich bleiben mehr Fragen offen, als beantwortet werden.

    Wie sieht es z.B. aus mit:

    – Preis
    – verfügbaren Handschuhgrößen
    – Akku-Laufzeit
    – Langzeitbedienung (sehr bequem kann diese eigentlich Handposition nicht sein)
    – Kontakt mit Wasser und Schnee
    – und der damit einhergehenden Waschbarkeit?

    Kann ein Telefonat direkt am Handschuh angenommen werden? Wenn dem so ist, wäre es für mich der vermutlich einzige Vorteil gegenüber „normalen“ kapazitiven Handschuhen.

    • Alexander Soth am

      Hallo Sophie,

      Ihre Kritik ist absolut berechtigt. Ich werde Ihre Fragen so gut es geht klären.

      Der Preis der hi-Call Handschuhe beträgt 49,99 Euro, unabhängig vom Modell. Es gibt die Handschuhe in zwei Größen: Herren- und Damengröße. Jede Größe ist wahlweise in grau oder schwarz erhältlich. Die Akku-Laufzeit konnten wir in unserem Test nicht feststellen; die Handschuhe werden aufgeladen geliefert. Laut Herstellerangaben soll eine Akkuladung zehn Tage lang halten – beziehungsweise für 20 Gesprächsstunden. Beim Telefonieren hatten wir keine Probleme. Es war für uns sehr angenehm so zu telefonieren. Die Handschuhe halten beim Telefonieren zusätzlich das Ohr warm. Alle hi-Call-Modelle sind Strickhandschuhe. Leider sind sie deswegen nicht wasserfest. Schnee kann mit den Handschuhen aber angefasst werden; wie mit „normalen“ Strickhandschuhen. Der Nachteil der hi-Call-Modelle besteht darin, dass sie nicht waschbar sind. Der Empfänger sowie Lautsprecher und Mikrofon in der linken Hand sind nämlich nicht herausnehmbar. Dafür ist es aber möglich Gespräche mit den Handschuhen anzunehmen und die Sprachsteuerung des Smartphones mit den Handschuhen anzuwählen.

      Ich hoffe, damit konnte ich alle Ihre Fragen klären. Vielen Dank noch einmal für Ihre Kritik. Wir werden sie für kommende Tests berücksichtigen.

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