133 Millionen neue Arbeitsplätze durch Roboter

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Das World Economic Forum hat gestern den Report “The Future of Jobs” veröffentlicht (Link). Ziel des Reports ist es, realistische Informationen über die zu erwartende Auswirkungen der sogenannten “Vierten Industriellen Revolution” bereitzustellen.

Die Vierte Industrielle Revolution bezeichnet die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt. Da sie stark mit anderen sozioökonomischen und demographischen Faktoren interagiert, sorgt sie für einen rapiden Geschäftsmodellwechsel in vielen Branchen, die erhebliche Veränderungen für die Arbeitsmärkte bedeuten.

Die Angst vor den Robotern

Viele Menschen sorgen sich um ihren Arbeitsplatz aufgrund der fortschreitenden Automatisierung. Laut einer aktuellen Umfrage sehen 72% der US-Amerikaner ihren Arbeitsplatz durch die Roboter bedroht. Und das auch nicht ganz zu unrecht. Der Report der WEF zeigt auf, dass viele der herkömmlichen Jobs in naher Zukunft von Maschinen übernommen werden könnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es insgesamt weniger Jobs geben wird. Im Gegenteil. Laut des vorliegenden Berichts ändern sich die Einsatzgebiete menschlicher Arbeitskraft nur und es werden sogar weitaus mehr neue Jobs kreiert, als bisher.

Laut dem Bericht des WEF werden neue Kategorien von Arbeitsplätzen entstehen, die andere ganz oder teilweise verdrängen. Die erforderlichen Qualifikationen in alten wie auch in neuen Berufen werden sich in den meisten Branchen ändern und die Art und Weise, wie und wo Menschen arbeiten, sich verändern.

Die Verlierer und die Gewinner der Automatisierung

Besonders betroffen von der Automatisierung werden vor allem Jobs sein, die sich mit administrativen Aufgaben beschäftigen. Dateneingabe, Buchhaltung, Verwaltung und andere administrative Bereiche werden weitgehend von automatisierten Systemen übernommen werden. Aber auch Fabrikarbeit und die Post werden maßgeblich beeinflusst werden.

Auf der anderen Seite werden eine große Anzahl an Jobs im Bereich der Informationstechnologien (IT) entstehen. Datenanalysten, Spezialisten für künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen, Softwareentwickler uvm. werden immer gefragter werden.

Der Bericht des WEF rechnet mit einem Verlust von ca. 75 Millionen Arbeitsplätzen bis 2022 in automatisierbaren Berufen. Dagegen steht eine Zahl von 133 Millionen Arbeitsplätzen, die durch Digitalisierung und Automatisierung entstehen.

Neben den Herausforderungen, neue Bildungsmöglichkeiten auch für Erwachsene in den gefragten Bereichen zu schaffen, wird sich die Politik auch mit alternativen Möglichkeiten soziale Gerechtigkeit herzustellen auseinandersetzen müssen. Immer wieder stehen Diskussionen über die Besteuerung von Roboterarbeit und die Bereitstellung eines bedingungslosen Grundeinkommens im Rampenlicht der Zukunftsdebatte.

Das Münchner Unternehmen Franka Emika zeigt in diesem Video, mit welchen Fähigkeiten Roboter in Zukunft den Arbeitsalltag verändern könnten.

Jonas schreibt am liebsten über Technews, Digitalisierung und die neuesten Gadgets.

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