Waldfibel: Ein digitaler Waldspaziergang

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Wann waren Sie das letzte Mal im Wald? Mit der Frage meinen wir nicht nur einen harmlosen Spaziergang, sondern ein bewusstes Entdecken. Mit der Waldfibel können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene ihr Wissen über Pflanzen und Tiere des Waldes auffrischen.

Ein Waldspaziergang gehört für viele am Wochenende immer noch zur Standardbeschäftigung. Die Luft ist klar, die Stimmung ruhig, der Lärm des Alltags weit weg. Dabei bietet der Wald viel mehr als nur Erholung. Darum möchte die App Waldfibel, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erstellt wurde, dem Nutzer auch die Bewohner des Waldes näher bringen.

Dabei setzt die App sowohl auf Information als auch auf Wissensabfrage. Beginnen wir mit Ersterem. Auf einem gezeichneten Panoramabild ist eine Waldlandschaft abgebildet. Auf ihr sind verschiedene Pflanzen und Tiere, über die wir mit einem Antippen mehr erfahren können. So erhalten wir Informationen über Eichhörnchen und Dachs, Buche und Fichte. Die Daten sind allerdings nicht gerade umfangreich. Das mag für das Bauernhofkind der Redaktion etwas langweilig sein, für den durchschnittlichen Stadtmenschen jedoch genau richtig.

Über das Panorama gelangen wir außerdem zu einer Grafik mit den wichtigsten Waldregionen Deutschlands sowie Waldregeln. Auch diese sind mehr oder weniger selbsterklärend. Dass man in der Natur keine Abfälle liegen lässt und nicht schreiend zwischen den Bäumen umhertobt, sollte selbstverständlich sein.

Unser neu gewonnenes Wissen über den Wald können wir in zwei Quiz testen. Wir beginnen mit dem Baumspiel. Insgesamt fünf Bilder von Blättern und Früchten müssen den entsprechenden Bäumen zugeordnet werden, wobei drei Möglichkeiten vorgegeben sind. Die Redakteurin sagt: sehr einfach. Komplizierter wird es im Waldquiz. Bei diesem stehen auch Fakten wie „Seit wann gibt es den Begriff Nachhaltigkeit?“ oder „Welcher Baum hält die tiefsten Temperaturen aus?“ zur Debatte. Da kann selbst das Kind vom Bauernhof noch etwas lernen.

Zu guter Letzt können wir mit der Funktion „Baumhöhe“ die Höhe eines beliebigen Baumes bestimmen. Dieser muss zuerst fotografiert werden, bevor die App die Schritte zählt, die wir bis zum Stamm gehen. Wir geben zu, das haben wir nicht ausprobiert. Wir laden Sie aber ein, diesen Job für uns zu übernehmen.

Fazit
Die Waldfibel mag für naturverbundene Menschen eher profan und langweilig wirken; für Kinder und Erwachsene, die in der Stadt aufwuchsen, wird die App aber sicher viel Neues bieten. Die Informationen sind nicht zu kompliziert, die Aufmachung ist angenehm. Dass das BMELV als Initiatorin hinter dem Projekt steht, beschert der App zusätzliche Seriosität. Für alle, die neugierig auf den Wald sind, ist die kostenlose Waldfibel daher eine gute Informationsquelle. Was sie allerdings nicht ersetzt, ist den Gang in den Wald.

Die App gibt es hier im Store.

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  • Name: Waldfibel
  • Preis: kostenlos
  • Hersteller: Simon Obitz
  • Sprachen: Deutsch
  • Geräte: iPhone, iPod Touch, iPad, ab iOS 5.1
  • Größe: 28,7 MB
  • Versionen: Kombi-Version für alle Geräte
  • Altersfreigabe: 4+
  • Getestete Version: 30. September 2013
    • [/datenblatt]

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