Slender Rising: Subtiler Horror

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Eine Redakteurin, die überall das Licht anmacht und nicht mehr im Nebel spazieren gehen mag: der Test von Slender Rising forderte einiges an Nerven. Ob sich das Zittern im Regen gelohnt hat? 

Slenderman ist ein gesichtsloser Unbekannter, der immer dann auftaucht, wenn furchtbare Verbrechen geschehen, Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden. Die Geschichten um den Mann, den man nicht ansehen sollte, ist ein digitaler Mythos – was ihn nicht weniger unheimlicher macht.

In Slender Rising ist der Slenderman die Hauptfigur. Sie spielen aus der Ich-Perspektive und irren durch verschiedene Gegenden: eine verlassene Stadt, ein Gehöft, verfallene Hallen. Es gibt eine Menge zu entdecken, nur stellt sich die Frage: Wollen wir das wirklich entdecken?

Ihre Aufgabe ist es, Zettel mit Hinweisen zu finden. Die Schwierigkeit besteht darin, den Slenderman nicht zu treffen. Sollte er doch einmal auftauchen, müssen sie schnell den Blick abwenden, indem sie auf dem Display wischen. Das mag nach einer recht lahmen Spielidee klingen, ist aber unheimlich fesselnd und vor allem gruselig.

Jeden Ort können Sie sich am Tag ansehen, in der Nacht, mit einem Nachtsichtgerät, manche auch bei Sturm und Regen. Außerdem ist der Schwierigkeitsgrad einstellbar. Wir empfehlen Ihnen dringend, das Spiel mit Kopfhörern zu spielen. Es gibt zwar keine Musik, aber der Aufprall der Schritte, das raschelnde Laub – nach zehn Minuten machten wir im ganzen Büro alle Lichter an und drehten uns immer wieder um. Feinster Horror.

Geschickt spielt Slender Rising mit den Ur-Ängsten. Einsamkeit. Unwissenheit über das, was kommt. Dunkelheit, ein eingeschränktes Sichtfeld, das Sie durch das Ausstellen der Taschenlampe im Gewitter noch weiter verkleinern können. Und immer wieder der Blick nach hinten, ob der Slenderman dort schon wartet. Hin und wieder stellten wir uns einfach vor eine Mauer, um nichts zu sehen. Durchatmen.

Fazit

Slender Rising ist sehr gut gemachter Horror. Die Steuerung ist einfach, sie bewegen sich einfach durch Antippen des Displays. Die Grafik ist gut, der Ton gut dosiert. Die Angst vor dem Unbekannten wird immer weiter geschürt, verschiedene Orte und ihre Gegebenheiten und zwei verschiedene Spielmodi sorgen für Abwechslung. Für den Preis von 2,69 Euro wird einem viel geboten; wer sich dennoch unsicher ist, kann das Spiel auch in einer Test-Version herunterladen. Einzig die Altersfreigabe verwunderte uns. Das Spiel ist bereits ab zwölf Jahren erhältlich. Zwar gibt es in der App keine grausamen Szenen, dafür ist der subtile Schrecken – unserer Ansicht nach – nichts für Jugendliche.

Die App gibt es hier im Store.

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  • Name: Slender Rising
  • Preis: 2,69 Euro
  • Hersteller: Michael Hegemann
  • Sprachen: Englisch
  • Geräte: iPod touch, iPhone, iPad, ab iOS 4.3
  • Größe: 92,1 MB
  • Versionen: Kombi-Version für alle Geräte
  • Altersfreigabe: 12+
  • Getestete Version: 25. Oktober 2013
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