P.M. Planetarium für iPad: Die mobile Sternenkarte

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Das P.M. Magazin lässt seit Jahrzehnten das Herz von Hobbyastronomen höher schlagen. Neben der App zur bekannten Zeitschrift, hat GoSoftWorks Development Co. die App P.M. Planetarium für jene entwickelt, die sich besonders für die Rubrik Astronomie interessieren. Was die App leistet, erstaunt selbst erfahrene Sternengucker. Was die App nicht leistet, haben wir herausgefunden.

Astronomie ist nicht nur bloße Wissenschaft. Auch wer kein Studium hat oder für den Naturwissenschaften in der Schule ein Graus war, kann sich für Sterne und das große Unbekannte um uns herum interessieren. Nach erstmaligem Start der App P.M. Planetarium kann der Benutzer einstellen, ob die App auf die GPS-Funktion des Gerätes zugreifen darf. Das ist nicht unbedingt notwendig, da Nutzer den ungefähren Standort rechts oben im Menü einstellen können. Die App orientiert sich anhand von GPS- und Kompassdaten und zeigt so den richtigen Himmelsausschnitt zuverlässig an. Der Bildmittelpunkt ist zugleich ein Fadenkreuz. Wird ein Objekt anvisiert, blendet die App automatisch Zusatzinformationen ein.

Das Menü ist unauffällig an den Ecken angebracht und versperrt so nicht den Blick auf die Karte. Oben rechts findet der Nutzer die Einstellungen zu Standort und Darstellung. Hier lassen sich unter anderem verschiedene Raster ein- und ausblenden oder ob die App Pluto als Planeten verstehen soll oder nicht. Oben links ist der Suchknopf, mit dem Planeten, Gestirne, Nebel oder Konstellationen gesucht werden können. Ist das Himmelsobjekt der Begierde ausgewählt, geht ein Pfeil vom Fadenkreuz in der Mitte aus. Das Gerät muss nun nur noch in die richtige Richtung zeigen. Unten rechts kann das Datum beliebig verändert werden, so dass der Nutzer beispielsweise den Sternenhimmel am Tag seiner Geburt betrachten kann. Unten links befinden sich Schaltflächen, mit denen sich Entdeckungen via Facebook oder Twitter teilen lassen.

Die App lässt sich zwar gut und intuitiv bedienen, läuft aber aufgrund ihres Umfangs an Material nicht immer ruckelfrei. Der Bildausschnitt ist recht klein, das Betrachten des Himmels wirkt so mitunter etwas beengt. Es lässt sich zwischen Tag- und Nachtmodus wählen, die Entwickler scheinen aber nicht bedacht zu haben, dass der Nutzer sein iPad vor sein Sichtfeld halten muss. „Augmented Reality“, also eine Einbindung der Kamera, wie sie bei der App SkyView zu finden ist, wäre hier wünschenswert.

Fazit

Die App überrascht mit Umfang und Detailreichtum, sowie intuitiver Bedienung. Viele der Werte und Maßeinheiten liefern geübteren Hobbyastronomen schnelle Erkenntnisse auf einen Blick. Kritikwürdig sind das beengte Sichtfeld und die zähflüssige Darstellung, wenn zu viele Objekte zeitglich sichtbar sind. Großer Vorteil gegenüber vielen anderen Apps: alle Informationen sind auf Deutsch verfügbar.

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  • Name: P.M. Planetarium
  • Preis: 3,59 Euro
  • Entwickler: GoSoftWorks Development Co.
  • Sprachen: Deutsch
  • Geräte: iPad ab iOS 4.3
  • Größe: 38,4 MB
  • Version: 6.0.0
  • Altersfreigabe: 0
  • Getestet: 04. Januar 2013

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