Minecraft App – pädagogisch wertvoll oder Zeiträuber?

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Irgendwann erwischt es jeden – das Verlangen, Minecraft zumindest einmal auszuprobieren. Ob als Minecraft App oder am PC: Gibt es überhaupt jemanden, der dieses Game nicht kennt? Minecraft spaltet die Gemüter. Während die Fans nicht mehr davon loskommen und wahre Kunstwerke im Spiel erschaffen, sprechen andere nur von “virtuellem Bausteinschubsen”. Ich habe mich mal mit den Bausteinen auseinandergesetzt und einige interessante Erfahrungen in der Minecraft App-Welt gemacht.

Am Anfang war die böse Überraschung

Am Anfang war der Klick: Ein paar Optionen auswählen und schnell ist der Spieler der Schöpfer einer neuen Welt.

Weil ja im Bekanntenkreis so viele immer von Minecraft sprechen, musste ich die Minecraft App unbedingt auch ausprobieren. Man will ja schließlich mitreden können. Doch schon vor der Installation wurde ich in die nüchterne, auf Bares basierende Realität zurückgeholt. Die App kostet Geld – echtes Geld. Das war mir vorher irgendwie nicht so bewusst gewesen. Na gut, um diese Investition kam ich nicht herum. Ich war einfach zu neugierig, ob ich zu den Suchtis oder doch eher zu den Anti-Bausteinschubsern gehören würde.

Erste Schritte im Minecraft App-Bausteinland

Um sich vor den Monstern in der Nacht zu schützen, braucht es ein Obdach. Auch das muss mühevoll aus selbst erstellten und gefundenen Rohstoffen erstellt werden.

Ich muss zugeben, dass es doch sehr gewöhnungsbedürftig ist, wenn das ganze virtuelle Leben einfach nur aus 3D-Würfeln besteht. Egal, ob Tiere, Möbel oder Pflanzen – alles ist irgendwie quadratisch. Doch plötzlich steht der Spieler vor einer völlig neuen Herausforderung. Es müssen Rohstoffe geschaffen werden. Nahrung wird auch im virtuellen Leben gebraucht. Ein Haus muss her – als Schutz vor allerlei suspekten Gestalten, die vorzugsweise zur Schlafenszeit auftauchen. So viel Arbeit in einem Game! Minecraft artet tatsächlich in Arbeit aus. Aber ich muss zugeben, dass ich sofort ein wenig mit dem Minecraft-Fieber infiziert war. Schließlich brauchte ich schnellstmöglich auch ein tolles Haus, einen Garten und Waffen und einen Hund und und und…

Einziges Contra blitzschnell entdeckt

Wo wir dann auch schon beim Thema Ehrgeiz wären. Ich habe von der ersten Sekunde gespürt, dass ich einfach so schnell wie möglich so viel wie möglich „erschaffen“ musste. Es hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Damit war dann das gigantische Contra auch schnell entdeckt. Der Suchtfaktor! Wer einmal beginnt, hört so schnell nicht wieder auf. Mittlerweile kann ich sogar verstehen, welche Dramen sich abspielen, wenn ein neues Update einfach zu lange auf sich warten lässt. Aber mal ehrlich, das Warten lohnt sich eigentlich immer.

Wie in der Realität bleiben in der Minecraft App-Welt viele Fragen offen: Wie der Brand entstand, ist nicht nachzuvollziehen.

Früher habe ich die Jammerei der Minecraft Fangemeinde immer belächelt. Und nun stecke ich mittendrin. Na toll!

Minecraft – ganz sachlich betrachtet

Obwohl es schwerfällt, absolut nüchtern und sachlich über Minecraft zu berichten, bin ich noch ein paar Fakten schuldig. Die Pros machen dann mal den Anfang. Minecraft soll tatsächlich pädagogisch wertvoll sein, weil das Spiel das räumliche Vorstellungsvermögen schult. Da gehe ich auf jeden Fall mit. Ich wusste bisher nicht, dass ich so eine starke Vorstellungskraft habe. Aber meine Minecraft Welt belegt das irgendwie.

Noch ein Pro sind die zahlreichen Spielmodi. Es gibt den normalen Überlebensmodus, den Hardcore-Modus, den Kreativ-Modus und sogar eine Server-Variante, die das gemeinschaftliche Minecraft Spielen erlaubt. Jeder einzelne Modus gibt Minecraft noch mehr Abwechslung.

Mit Hilfe von Mods lassen sich die eigenen Spielwelten ganz individuell gestalten, was ich als weiteres Pro betrachte. Hier kann ein ganz neues virtuelles Ich geschaffen werden, das sämtliche Wunschvorstellungen vereint. Wer hat noch nie davon geträumt, einmal jemand anderes zu sein? Allerdings hat auch dieser phantasievolle Luxus seinen Preis. Ein kostenloses Mod-Pack enthält zwar 3 verschiedene Mods. Wer mehr wünscht, muss investieren.

In Kleinstarbeit werden Rohstoffe gesammelt. Das können schneller als gedacht ein paar Stunden ins Land gehen.

Nachdem ich mich über viele Pros freue, muss ich nun zur Rubrik Contra kommen. Am meisten habe ich mich darüber geärgert, wie viel Zeit ich durch die Minecraft App verloren habe. Der Suchtfaktor ist nicht zu unterschätzen. Und dann war da noch die Sache mit dem Lama. Ich kann es einfach nicht kontrollieren. Grrrrrr…..das muss sich schnell ändern!

Noch eine Runde… Oje. Ich verstehe, warum der Hype schon seit Jahren existiert.

 

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