Höhenflug von Rise up

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Seit einiger Zeit bahnt sich die kleine App Rise up den Weg nach oben in die Charts. Mir ist als Kind nicht nur einmal ein Heliumballon aus Versehen auf Nimmerwiedersehen in den Himmel gestiegen. Obwohl das nicht gerade spaßig war, soll Rise Up das Gegenteil beweisen. Und wirklich: so viele Menschen können nicht irren. Also musste ich das Spiel rund um den Ballon und seinen Weg nach oben selbst austesten. Ein Geschicklichkeitsspiel, welches sehr schnelle Finger und Geduld erfordert. Rise Up ist nämlich unglaublich schwer und alles andere als eine Option für Momente im Halbschlaf. Herausfordernd ist da genau der richtige Ausdruck für mich.

Rise Up als Suchtspiel trotz simplen Spielprinzip

Der delikate Ballon mit Höhenflug muss geschützt werden.

Der Grundgedanke hinter Rise up ist ziemlich simpel. Ein Ballon muss allen Hindernissen zum Trotz in den Himmel steigen. Auf seinem scheinbar endlosen Weg nach oben gibt es viele Hindernisse. Blöcke, Kisten und andere Elemente können den Ballon genau wie in der Realität ganz schnell platzen lassen. Es gibt aber eine gute Nachricht! Der Schild schützt den Ballon vor allen Gefahren und spitzen Gegenständen. Dieser Schild muss in Lichtgeschwindigkeit über den Bildschirm gefahren werden und immer da sein, wo sich Gefahr anbahnt. Der Ballon soll unbedingt weiterkommen und bitte nicht platzen. Was soll ich sagen? Ein Naturtalent sieht anders aus als ich. Rise Up ist extrem schwer gestaltet und es ist wirklich nicht leicht, weiter zu kommen. Wer stirbt und nicht die zweite Chance durch das Ansehen eines Werbeclips nutzt, muss immer wieder ganz von vorne anfangen.

Werbung, Werbung, mehr Werbung

Es gibt einen immer wieder genannten Kritikpunkt an Rise up – Die Werbung. Und schnell wird klar: Es geht nicht um ein wenig Werbung, sondern um Clips während des Spiels und nach jedem Tod. So viel Werbung habe ich schon sehr lange nicht mehr in einem Spiel gesehen. Jetzt gibt es ja grundsätzlich die recht einfache Möglichkeit, Rise Up im Flugmodus oder zumindest mit ausgeschaltetem WLAN und ohne Datenvolumen zu spielen. Dann tauchen die Einblendungen der Werbung nämlich nicht auf. Das wirkt im ersten Moment wie der Trick 17, der Rise up ganz ohne sich zu ärgern spielbar macht.

Hindernisse müssen mit Hilfe des Schutzschildes aus dem Weg gekickt werden.

Es gibt aber ein kleines Problem: Wer stirbt, kann sich durch das Ansehen von einem Clip der Werbung noch eine Chance nutzen. Wenn Rise Up aber im Flugmodus gespielt wird, tauchen die Clips nicht auf und eine zweite Chance gibt es dann auch nicht. Da es sich um ein sehr schweres Spiel handelt, ist das Aus des empfindlichen Ballons aber schon vorprogrammiert. Die einzige Lösung wäre dann der Kauf der werbefreien Version von knapp über 2 Euro.

Suchtfaktor bei schwerem Spiel

Eines muss ich zugeben: Rise up hat wie alle Geschicklichkeitsspiele ein extrem hohes Suchtpotenzial. Ziemlich schnell habe ich Muttergefühle entwickelt, wollte meinen kleinen Ballon unbedingt unbeschadet nach oben bringen. Doch das ständige Platzen des Ballons und die nicht gerade präzise Steuerung können ganz schnell nerven. Zwar nicht so sehr wie die Werbeeinblendungen aber es geht in die gleiche Richtung. Rise Up ist ziemlich schwer gestaltet und für Anfänger wie mich nur sehr bedingt geeignet. Für eine Weile ist es aber ein netter Zeitvertreib und der Wunsch, es weiter und länger zu schaffen, herrscht ganz sicher vor.

Mit Herausforderungen steigt man bei Rise Up auch als Spieler auf.

Die überdurchschnittlich guten Bewertungen von Rise up verstehe ich zwar nicht so ganz, da mir durch das Friemeln die Frustrationsgrenze immer niedriger sank, aber vielleicht haben andere Spieler viel mehr Fingerspitzengefühl und Geduld als ich.

 

 

 

 

 

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