Facetune: Perfekt dank App

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Ein Facetune fürs Gesicht. In 1000 Jahren wird unsere Zeit sicher von Archäologen (wenn die dann überhaupt noch so heißen…?) anhand der Millionen Selfies rekonstruiert werden. Ein Bild für die Ewigkeit und umso ärgerlicher, wenn nicht jedes Foto so toll aussieht, wie wir es gerne hätten. Ich habe mir Facetune geschnappt und einmal ausprobiert, wie perfekt meine Fotos durch diese App werden. Natürlich fragte ich mich sofort auch, was eigentlich wirklich perfekt ist. Warum ist Perfektion das höchste Ziel?

Preis-Leistung als interessantes Kriterium

Über Bildbearbeitungen mit Snapchat Filtern und der App ProCamera haben wir bereits berichtet. Nun ist die App Facetune an der Reihe. Schon die erste Facetune-Version befand sich ewig lange auf den oberen Plätzen der App-Rankings, obwohl sie bezahlt werden musste. Allerdings muss ich sagen, dass der Preis für den enormen Funktionsumfang auch gerechtfertigt war. Doch mit Facetune 2 haben die Macher nicht nur eine stark verbesserte App geliefert, sondern auch ihr Preis-Modell komplett anders gestrickt. Nun die Facetune App kostenlos zu nutzen, ist möglich, aber… ABER… Wie immer gibt es ein “Aber” bei der Geschichte. Das “Aber” bei Facetune 2 sind die In-App-Käufe, die der Nutzer tätigen muss, um auf die vollständige Palette aller Features zugreifen zu können.

Facetune Glättungseffekt

Bevor ich meine ersten Fotos bearbeitet habe, ist mir ein Gedanke in den Kopf geschossen, den ich einfach nicht mehr losgeworden bin. Warum wollen überhaupt alle Menschen perfekt sein? Was ist perfekt? Die Medien spielen eine entscheidende Rolle. Von allen Seiten wird vermittelt, was Schönheit ist. Kein Wunder also, dass vor allem junge Menschen einem bestimmten Schönheitsideal nacheifern. Aber ist das richtig? Warum gelingt es uns nicht, selbstbewusst mit uns umzugehen? Schließlich ist jeder Mensch auf seine Weise perfekt. Was für den einen schön ist, findet der andere überhaupt nicht schön. Und das ist auch gut so. Alles andere würde sich in schlimme Kämpfe und verschiedene „Schönheitsklassen“ entwickeln. Dies wiederum hätte zur Folge, dass die Anzahl psychischer Erkrankungen rapide ansteigen würde…und und und. Ok, das klingt wahrscheinlich ein wenig zu negativ. Also zurück zu Facetune.

Die App bietet tolle Features für alle diejenigen, die mit ihrem Schnappschuss heute mal nicht ganz zufrieden sind, weil sie vielleicht schlecht geschlafen oder einen echten „Bad-Hair-Day“ haben.

Weißere Zähne, strahlender Teint, tolle Augen

Mit Facetune hat jeder im Handumdrehen schneeweiße Zähne. Ein einziger „Wisch“ reicht aus, damit die Zähne ein echtes „Colgate-Lächeln“ zeigen. Was in der ersten Version noch ein wenig schwierig war, weil wirklich nur die Zähne getroffen werden durften, ist in Facetune 2 kinderleicht. Die App hat nun eine automatische Erkennung bestimmter Bereiche, die im Hintergrund läuft. So erkennt sie allein, wo die Zähne aufhören und die Lippen beginnen, sodass weiße Flecken auf den Lippen der Vergangenheit angehören.

Perfektes Selfie mit Facetune

Hautunreinheiten verschwinden ebenfalls auf magische Weise, was natürlich einfach wunderbar ist. Denn wer kennt es nicht? Der morgendliche Blick in den Spiegel – oh Schreck! Ein Pickel. Auf den Fotos verschwindet dieser im Handumdrehen. Schade, dass dies in der Realität etwas langwieriger ist.

Wer seine Gesichtsform nicht mag, kann diese ebenfalls ganz einfach verändern. Das ändert zwar nichts in der realen Welt, lässt aber vielleicht ein paar Fotos entstehen, die dem eigenen Selbstbewusstsein einen kleinen Kick geben. Doch wenn ich ehrlich bin, ein bisschen gruselig sind diese Funktionen auch.

Dem Perfektionismus nachgeben

In Sachen mobiler Bildbearbeitung spielt Facetune ganz vorne mit. Ich bin von der modernen Benutzeroberfläche und den vielen Optionen äußerst angetan. Allerdings sollte jeder auch einmal darüber nachdenken, warum wir immer nur perfekt sein wollen. Manchmal ist es viel schöner, einfach nur ich selbst zu sein.

 

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