Blitzer.de PRO – Nie mehr geblitzt werden?

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Es wäre ein Traum: Mit Blitzer.de PRO nie mehr geblitzt werden, weil man mal die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten hat. Aus Unachtsamkeit oder aus Versehen ist das höchstwahrscheinlich wenigstens einmal schon jedem passiert. Ich muss mich jedenfalls outen. Bereits bei geringen Geschwindigkeitsüberschreitungen winken saftige Strafen und das Flensburger Punktekonto wird in Mitleidenschaft gezogen. Kein Wunder, dass Blitzer-Apps daher die treuen Weggefährten schlechthin sind – warnen sie ja frühzeitig vor Radar-Fallen. Praktisch! Wie funktioniert eine Blitzer-App und arbeitet sie zuverlässig? Ich wollte es ganz genau wissen und habe mit Blitzer.de PRO heute eine der bekanntesten Apps unter die Lupe genommen.

Intuitive und übersichtliche Bedienung von Blitzer.de PRO

Blitzer.de PRO lebt von den Aktualisierungen und Meldungen der User: Nur wenn genug User einen Blitzer bestätigen, schafft er es auf die Map.

Der Download von Blitzer.de geht fix. Nach der Installation fordert Blitzer.de via GPS den genauen Standort meines Smartphones an. Weiterhin wird eine Geräte-ID generiert, sowie die genaue Fahrtgeschwindigkeit übernommen. Damit der eigentliche Service genutzt werden kann, stellt die App eine Verbindung zu den Servern von Eifrig Media GmbH sowie dem Kartendienstleister Skobbler her. Ein Nutzerkonto musste nicht angelegt werden – sehr gut! Weniger gefällt mir die Tatsache, dass die Kommunikation via TSL, also nicht vollständig unverschlüsselt, erfolgt. Die Bedienoberfläche von Blitzer.de ist knackig auf die wesentlichen Menüpunkte reduziert. Prima, so hatte ich alle wichtigen Details stets gut im Blick.

Via GPS und Geschwindigkeitsmessung rechtzeitig informiert

Blitzer.de PRO zählt zu den bekanntesten Blitzer-Apps und blickt dank langjährigem Bestehen auf eine stolze Community von mittlerweile rund 4 Millionen Nutzern zurück. Technisch funktioniert die App wie ein Navi. Das bedeutet ganz konkret: durch de Positions- und Geschwindigkeitsbestimmung wird die Distanz zum nächsten Blitzer ermittelt. Sobald ich mich also auf den Blitzer oder die Gefahrenstelle zubewege, färbt sich das Display in einem knalligen Rotton ein und gibt ein „licht nervendes“ Warnsignal von sich. Glücklicherweise bietet Blitzer.de hier ausreichend Flexibilität, die Lautstärke zu drosseln oder einen Warnton zu wählen, der den Ohren schmeichelt.

Voraussetzung aktive Community

Zum auswendig lernen, kann man sich ausschließlich feste Blitzer anzeigen lassen

Stationäre Blitzer erkennt Blitzer.de sehr zuverlässig. Das liegt vor allem daran, dass diese sich in ihrer Position nur selten verändern und das System alle sieben Tage eine Aktualisierung vornimmt. Bei den mobilen Blitzern sieht es etwas anders aus. Die Aktualisierung liegt hier bei rund 5 Minuten, da diese gemeinerweise kurzfristig auf- und wieder abgebaut werden. An dieser Stelle punktet die Crowd: Jeder der rund 4 Millionen Nutzer kann einzelne Blitzer und sonstige Gefahren eigenständig melden und via Knopfdruck dem System hinzufügen. Damit Fake-Meldungen vermieden werden, wird jedoch nur dann gewarnt, wenn der jeweilige Blitzer von einer ausreichenden Anzahl an Usern bestätigt wird. Trotz der steten Interaktion mit der Nutzerschaft ist eine teilweise Veraltung einzelner Daten dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen. Zwar fragt das System von Blitzer.de die Fahrer in der umliegenden Region gerne mal auf das Bestehen bestimmter Blitzer ab – diese Abfragen nerven jedoch dezent und animieren beispielsweise mich nicht gerade zu Fleißarbeit.

Energiefresser mit Mängeln

Keine Überraschungen mehr: Die Tagesblitzer anzeigen lassen.

Auch wenn Blitzer.de mich in Sachen Zuverlässigkeit und Bedienbarkeit punktet, kommt das System nicht ganz ohne Mängel aus. Überquere ich beispielsweise eine Autobahnbrücke, bekomme ich immer mal wieder eine Meldung, obwohl der Blitzer unter der Brücke aufgebaut ist. Die Genauigkeit könnte verbessert werden, wenigstens durch einen Hinweis. Auch steppt in Sachen Verkehr nicht überall der Bär. So ist die Vollständigkeit mobiler Blitzer und Gefahren vor allem in Regionen begrenzt, in denen nur wenige Nutzer Blitzer.de mit Daten füttern. Im Test fiel mir zudem auf, dass die durchgängige GPS-Verbindung sowie die stete Geschwindigkeitsmessung ordentlich Energie fressen und quasi nichts ohne Autoladekabel ging.

Blitzer.de Pro für noch mehr Funktionen

Wer stets up-to-date über die stationären Blitzer, die mobilen Blitzer sowie sonstige Gefahrenstellen sein möchte, macht mit Blitzer.de Pro einen guten Fang. Für 0,49 Euro lässt sich eine 14-tägige Testperiode abrufen, in der das Ganze ausgiebig getestet werden kann. Anschließend endet der Testzeitraum automatisch, es sei denn, man entscheidet sich für das Jahres-Abo. Dieses fällt mit 9,99 Euro ausgesprochen fair aus und gewährt den Nutzern den vollen Funktionsumfang. 

Rechtliche Lage: Sind Blitzer-Apps erlaubt?

Bezüglich der rechtlichen Lage bewegen sich Blitzer-Apps in einem Graubereich. Aktiv nutzen darf der Fahrzeugführer solche Apps wie Blitzer.de während der Fahrt nicht. Da gilt schon, das Handy kurz in der Hand zu halten. Wer hier erwischt wird, dem winkt ein sattes Bußgeld von 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Anders sieht es aus, wenn der Beifahrer während der Fahrt das Smartphone samt Blitzer.de bedient. Das ist natürlich erlaubt. 

Geschwindigkeitsvorschriften sollten trotzdem befolgt werden

Insgesamt hat mich Blitzer.de sowohl in Sachen Bedienung als auch hinsichtlich der Datengenauigkeit überzeugt. Wer bereit ist 9,99 Euro pro Jahr zu investieren, der erhält eine App mit einer nahezu vollumfänglichen Blitzerwarnung.

Dennoch soll dies nicht dazu ermutigen, die zugelassene Geschwindigkeit regelmäßig zu überschreiten. Wer sich und seine Mitmenschen daher schützen will, der hält sich einfach auch künftig an die jeweiligen Geschwindigkeitsvorschriften.

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