Neue Studie zu Sozialen Netzwerken

Macht Instagram depressiv?

29. Juli 2013 | 12:31 Uhr 5

Facebook macht neidisch – das wollen Wissenschaftler herausgefunden haben. Nun folgt eine ähnliche Studie zum Sozialen Netzwerk Instagram. Der Anblick schöner Fotos soll demnach depressiv machen. Wir wollen ihre Meinung!

Macht Instagram depressiv?

Das vergangene Wochenende war in den meisten Teilen des Landes sommerlich-schön: Sonnenschein, Hitze, bestes Grill- und Eiswetter. Bei Facebook und Instagram kam man um Bilder mit schwitzend-lächelnden Menschen kaum herum: Selfie-Schwemme.

Eine Studie zeigt nun: der Anblick der schönen Fotos kann depressiv machen. Wir vergessen, so die Macher der Studie der University Of Wisconsin-Madison, dass jeder lange nach dem perfekten Schnappschuss sucht und dem viele missglückte Versuche vorangingen.

Eine ähnliche Wirkung hat auch Facebook, fanden Forscher der Berliner Humboldt-Uni zu Beginn des Jahres heraus. Dort werde der Neid gefördert, so das Ergebnis. „Gönnen muss man können“ ist offenbar im Internet sehr viel schwerer als offline. Noch stärker sei der Effekt jedoch bei Instagram, so Wissenschaftler. Die Bilder mit den Filtern, die alles hübscher, dramatischer und makelloser machen, bilden kaum die Realität ab, sondern eben nur eine gefilterte Wirklichkeit.

Wir wollen Ihre Meinung. Machen Instagram-Bilder Sie traurig? Freuen Sie sich mit? Geht das Gönnen-können verloren?

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  • Kesro

    Das scheint mir eine Charakterfrage zu sein. Wer bei FB und Instagram neidisch wird, statt seinen Freunden und Bekannten Freude und Glück zu gönnen, wird dies auch bei Postkarten, Dia-Abenden und Gesprächen. Es ist also kein Social-Media-Problem, außer dass es vielleicht häufiger auftaucht. Aber immerhin wird Derjenige dann darauf aufmerksam und kann mal in sich gehen, warum er so ein missgünstiges Charakterschwein ist 😉

    Außerdem… Wer selbst bei Instagram und Co. postet, weiß doch, wie die Bilder vor der Filterbenutzung aussehen und dass man nicht jeden ersten Versuch direkt veröffentlicht.

    Fazit: Nur kein Neid 😉

  • Claudia

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass FB und Instagram in gewisser Hinsicht neidisch / traurig / depressiv machen – sofern man eine entsprechende Veranlagung hat.

    Wer ohnehin nicht so recht glücklich mit sich und seinem Leben ist, der wird eben schneller neidisch, traurig, depressiv. Und wer grundsätzlich unter Depressionen und den oftmals damit verbundenen Minderwertigkeitsgefühlen leidet, der fühlt sich durch so ein tolles, glückliches Bild schnell mal noch ein bisschen minderwertiger.

    Allerdings denke ich auch, dass viele User ganz einfach das Prozedere der Entstehung solcher Fotos vergessen – wie Kesro eben schon sagte. Im Grunde wissen wir doch alle, dass so ein Foto in ungefähr 8,7 von 10 Fällen eine sorgfältig inszenierte und damit gar nicht mehr so realistische Momentaufnahme ist. Verhält sich mit Twitter ja ähnlich. Die anderne sollen doch bitte sofort merken, wie toll man ist und was für ein grandioses Leben man führt. Aufregende Erlebnisse, schöne Menschen, leckeres Essen, wunderhübsche Landschaften…. Wenn man das aus den Augen verliert, wird man eben neidisch.

    Schade, wie ich finde. Und irgendwie auch für beide Seiten ein Armutszeugnis. Einmal, weil man sich von diesen nicht-ganz-so-realistischen Fotos runterziehen lässt. Und einmal, weil man mit seinen Bildern / Tweets unbedingt besser als der Rest sein will.

  • Judith

    Ich denke auch das es eher eine Charakterfrage ist. Neid empfinde ich eigentlich so gut wie nie. Ich denke, es hängt auch davon ab wie ich das ganze nutze. Habe ich 500 Facebook Freunde ist die Wahrscheinlichkeit höher das sich darunter nicht nur Freund sondern auch Feind befindet.
    Depressionen sind soweit ich weiß eine Krankheit. die habe ich also schon bevor ich mir Bilder auf Instagram anschaue. Geht es mir eh schon mies ist es vielleicht auch nicht unbedingt förderlich.

  • kristina

    Ja ,instagram macht traurig.
    Habe schon viele dramatische Since erlebt und werde durch instagram immer wieder daran erinmert ,wie schön ES dein könnte ,obwohl man weiß dass es keine wirklichkeit ist ,glaubt man es trotzdem.
    Tja ,das auge glaubt was es sieht .

  • Jeanette

    Ich kann definitv sagen, dass Instagram depressiv macht, wenn man psychisch sehr labil ist.
    Momentan ist der Trend der ganzen Fitness- und Foodaccounts im Umlauf. Es ist fast (sicherlich gibt es Ausnahmen) unmöglich jeden Tag Sport zu treiben und sich super gesund zu ernähren, wenn man im Berufsleben steht und nicht gerade in dieser Branche arbeitet. Überall sieht man definierte Körper und super ansehnliches Essen (schon das Frühstück) zubereitet. Man bekommt ein völlig falsches Verhältnis zu seinem Aussehen und Essverhalten. Die Ansprüche die man dadurch an sich selber stellt sind viel zu hoch und sehr Besitzergreifend.

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